Büro für Architektur, Wohnanlage, Pressbaum, Niederösterreich, Architekt DI Lutter ZT GmbH, Österreich

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Planung Architekt DI Heinz Lutter
Mitarbeit Achim Kalchmair, Gerhard Walcher
Auftraggeber
Miteigentümergemeinschaft
Nutzfläche 6 Wohneinheiten zu je drei Ebenen, jede Einheit ca. 150 m2 Nutzfläche, Wohnnutzfläche gesamt 950 m2
Status Realisierung 1991 / 1992
Fotografie Karl Krauss

Wohnanlage – Pressbaum, Niederösterreich

Der Ort
Pressbaum liegt an der Westausfahrt von Wien, zirka 20 km von der Stadtgrenze entfernt. Der Ort entwickelt sich entlang der Straße ohne akzentuiertes Zentrum. Zu beiden Seiten des Tales stehen auffallend viele alte, herrschaftliche "Wienerwaldvillen" der Jahrhundertwende, dazwischen eingestreut immer mehr Häuschen – fortschreitende Verhüttelung findet statt. Der Ort verliert immer mehr an Charakter.

Das Projekt
Die neue Bebauung setzt sich mit dieser vorgegebenen Situation auseinander, sie reagiert darauf, verändert und versucht, den Ort neu zu definieren. Zwei lange, schmale Baukörper entwickeln sich entlang des Hanges. Neue "Räume" entstehen außen und innen– der Öffentliche-Raum, der Stiegen-Raum, der Private-Raum, der Freie-Raum. Diese Räume sind schichtweise aneinandergereiht und können bewußt erlebt und belebt werden. Der Öffentliche-Raum zwischen den Baukörpern wird unten durch das Portal und oben durch den Platz an der großen Linde begrenzt. In der Mitte liegt der steile Zugangsweg. Die Wohnungen werden über Windfänge erschlossen, die als Boxen an die Häuser angedockt sind. Großteils transparente, teils durchscheinende Öffnungen in den Außenwänden stellen Verbindung und Durchblicke zwischen Innen und Außen her. Der Stiegen-Raum ist die Schicht zwischen privatem und öffentlichem Raum. Von hier ist das Innere des Hauses ablesbar, überblickbar. Im Stiegen-Raum ist der innere Weg, der alle Ebenen verbindet und alle Räume erschließt.An den Stiegen-Raum schließt sich der Private-Raum an, mit allen Aufenthaltsräumen für die Bewohner.

Innere Aufteilung der Baukörper
Jeder Baukörper umfaßt drei Wohnungen. Jede Wohnung hat drei Ebenen. Die Ebenen folgen dem Hang derartig, dass alle Aufenthaltsräume in freie Räume (Terrassen, Gärten) münden.

Konstruktion
Tragende Elemente sind die Außenmauern und die begrenzenden Brüstungselemente des Stiegen-Raumes. Alle anderen Flächen innerhalb der einzelnen Ebenen sind frei von Tragelementen und daher vollkommen frei gestaltbar. Der private Raum wurde in der Ausführung von den Miteigentümern individuell gestaltet und so gibt es sechs verschiedene Wohnungsvarianten

Pressemeldung
Die Presse/ 23. August 1997
Zwei ungleiche Schwestern
von Walter Zschokke

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